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INNEN WIRD AUSSEN WIRD INNEN

Die Gliederung von Raum und Zeit durch den Prozess der Volumenumstülpung

INTENSIVSEMINARE MIT VERA KOPPEHEL & EVA WOHLLEBEN
SAMSTAG 1. OKTOBER & SAMSTAG 5.NOVEMBER VON 14:00 BIS 17:30 UHR

Umstülpungsvorgänge zu verstehen ist leicht und komplex zugleich. Vom Modellbau über die Entwicklung mathematischer Formeln bis hin zu meditativen Vorgängen stehen die Wege offen. Teile des Umstülpungsprozesses laufen sichtbar, Anteile unsichtbar ab. Mit bewegter Geometrie und Anregungen zu präzisen Gedankenloopings bieten die Dozentinnen Einstiege und Vertiefungen in die Welt der Umstülpung und des lebendigen Denkens. Geeignet für Interessierte wie Fortgeschrittene. 

Vor dieser Entdeckung von Paul Schatz hat man Handschuhe umgestülpt, also Oberflächen. Mit dem von Schatz entdeckten Prozess stülpt man Volumen um. Es wird also nicht nur eine Innenseite zur Aussenseite, es wird auch Innenraum zu Aussenraum. INNEN WIRD AUSSEN WIRD INNEN.

Wie geht das? Wie wird diese unglaubliche Ausdehnung wie Verdichtung im Rahmen gehalten? Modelle zeigen einen kleinen Ausschnitt, den herstellbaren Anteil. Zeichnungen können einen weiteren Anteil darstellen. Ein wesentlicher Anteil ist nicht darstellbar, aber vorstellbar.

Dort liegt eine Herausforderung. Wir nennen sie den Unendlichkeitsdurchgang. Volumenanteile entschwinden ins Unendliche. Werden sie wiederkommen? Das hängt von unserem Konzept des Unendlichen ab.

Drei verschiedene Konzepte sollen nebeneinander gestellt werden. Das Ziel ist Klarheit. Klarheit über die Wechselseitigkeit des Punktes hier mit der Ferne dort, welche zwar immer unsichtbar, unbekannt bleiben wird, über welche wir aber Annahmen haben können, die das Hiesige sinnvoll komplementieren. Was wir so betrachten, ist ein beweglicher, ein pulsierender Organismus, Struktur von Raum ebenso wie von Zeit.

Alles wird mittels Tafelzeichnungen und kurzen Bewegungssequenzen Schritt für Schritt entwickelt. Im 1. Teil betrachten wir die Umstülpung von Dreieck und Viereck. Im zweiten Teil nehmen wir uns den Würfel vor. Die beiden Samstage bauen aufeinander auf, können aber auch unabhängig voneinander besucht werden. 

Dozentinnen:

Eva Wohlleben, Künstlerin und Wissenschaftlerin, untersucht im künstlerischen Modellbau Bewegungsformen geometrischer Strukturen und gibt Seminare zu projektiver Geometrie, experimenteller Geometrie und Bewegungsforschung. Ihr besonderes Interesse gilt dem Unterschied von kontinuierlicher und schrittweiser Verwandlung, dem Übergang von vorbestimmten zu sensiblen Bewegungsabläufen, dem Prozess der Kristallisation und des Schmelzens. Eva Wohlleben ist für das Institut für Strömungswissenschaften in Herrischried tätig.

Vera Koppehel, Projektmanagerin, Künstlerin & Heileurythmistin entwickelt anhand sakraler und eurythmischer Geometrien einfache Bewegungsabläufe und Körperübungen die konkrete Vorstellungs- und Erfahrungsfelder zu lebendigen Denkformen bis hin zu imaginativen Erkenntnisstrukturen eröffnen können. Die Abläufe sind leicht erlernbar und können selbstständig weiter geübt werden. Vera Koppehel ist u.a. für die Paul Schatz Stiftung in Basel tätig.

SEMINARGEBÜHR 155,- CHF INKLUSIVE PAUSENVERPFLEGUNG

Anmeldung bis zum 25.September 2016 an: vera.koppehel(at)paul-schatz.ch
Die Seminargebühr kann in bar vor Ort gezahlt werden oder vorab mit Rechnung überwiesen werden. ( Mindestteilnehmerzahl 6 )